The Inner Crossroads ist eine Einzelausstellung der ukrainischen Künstlerin Yaroslava Khomenko. In ihrem neuesten Werkkorpus baut sie ein Gespräch über Erinnerung, Landschaften, Archive und das Persönliche inmitten nomadischer Turbulenzen auf.
Die Ausstellung eröffnet mit einer skulpturalen Figur: eine menschenähnliche Gestalt in einem schwarzen Kleid, gefertigt aus 50 recycelten T-Shirts. Dieses Bild ist eine Ode an das Vorkriegsleben der Künstlerin mit seiner subjektiv pompösen Selbstdarstellung, die sich jedoch, wie sich herausstellte, als ein Missverständnis ihrer selbst erwies. Es ist ein Akt der inneren Dekonstruktion, eine Katharsis des Körpers und der Selbstwahrnehmung.
The Crossroad ist eine Serie, die auf iPhone-Fotos aus dem persönlichen Archiv der Künstlerin basiert. Komprimierte Bilder zeigen Orte, an denen sie sich seit Beginn der großangelegten Invasion der Ukraine aufgehalten hat. Die Komposition der Landschaften wird durch einen durchgehenden Horizont vereint – fragmentierte Erinnerungen an Orte, die wie eine Reise im Traum ineinanderfließen. Angesichts ihrer schmerzhaften Co-Abhängigkeit von Kiew manifestiert sich der Verlust des Heimatgefühls bei der Künstlerin in Form von stechendem Schmerz. Diese Serie fängt den Moment der Akzeptanz eines Zustands der Dissoziation und des Verweilens an einem Scheideweg der Ungewissheit ein.
The Inner Crossroads fungiert als poetische Reise durch Zeit und Raum über die letzten vier Jahre im Leben der Künstlerin und ist ihr erstes öffentliches, persönliches Geständnis. Das Ziel dieser Reise ist nicht die Rückkehr zur Stabilität der Vorkriegszeit, sondern die vollständige Akzeptanz der Instabilität als neue Realität.